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Blick in den Ausstellungsraum im Historischen Museum Bielefeld

  

Sonderausstellung im Historischen Museum Bielefeld


Im Historischen Museum Bielefeld läuft noch bis zum 14. Juni 2026 die Ausstellung „Die Unterwerfung“ über Filmschaffende in der Zeit des Nationalsozialismus. Die STIFTUNG Sparda-Bank Hannover fördert das Projekt mit 5.000 Euro. Hier erfahren Sie mehr.

Sie ist ein Rückblick in eines der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte: Die Ausstellung „Die Unterwerfung“ der Stiftung Tri-Ergon im Historischen Museum Bielefeld beleuchtet die Rolle des Spielfilms in der Zeit des Nationalsozialismus und thematisiert die Verstrickung von Schauspielern, Regisseuren, Drehbuchautoren und Produzenten in das NS-System.


Die „Gleichschaltung“ der deutschen Filmindustrie 

Nach ihrer Machtübernahme 1933 machten sich die Nationalsozialisten schnell die Wirkmacht der Bilder zu eigen. Wie andere gesellschaftliche, politische und kulturelle Bereiche wurde auch die deutsche Filmindustrie „gleichgeschaltet“, also ihrer Eigenständigkeit beraubt und tief in die NS-Ideologie eingebunden. Mit der Gründung der Reichsfilmkammer*  im Juli 1933 wurden fortan Drehbücher und Produktionen zensiert sowie Filmschaffende überwacht und – sofern sie nicht auf NS-Linie waren – mit Berufsverboten belegt.


Unterhaltungsfilme als Propaganda-Instrumente

Filme wurden zu einem zentralen Werkzeug der NS-Propaganda. Selbst scheinbar komödiantische Unterhaltungsfilme enthielten Botschaften im Sinne der NS-Ideologie, etwa zu gewissen Rollen- und Feindbildern – und hatten so massiven Einfluss auf die soziale Wahrnehmung und das Denken vieler Menschen.


Was Sie in der Ausstellung erwartet

Die Ausstellung macht sichtbar, wie subtil Manipulation funktionieren kann und dass Propaganda nicht „laut“ sein muss, sondern vielmehr über Emotionen, die Identifikation mit bestimmten Figuren und Personen sowie scheinbar harmlose Geschichten wirkt. Mit kommentierten Plakaten, Fotos, Filmausschnitten, interaktiven Stationen und Workshops lädt „Die Unterwerfung“ dazu ein, genau hinzusehen. Im Mittelpunkt steht die Frage, warum sich viele Filmschaffende der nationalsozialistischen Filmpolitik mehr oder weniger bedingungslos unterwarfen. 


Impressionen von der Ausstellung „Die Unterwerfung“ 

Filmplakat der Ausstellung „Die Unterwerfung“

Die Ausstellung „Die Unterwerfung“ im Historischen Museum Bielefeld läuft noch bis Sonntag, den 14. Juni 2026.

Blick in den Ausstellungsraum mit Infotafeln und Bildschirmen, auf denen Filmausschnitte gezeigt werden

Die Ausstellung „Die Unterwerfung“ bietet interaktive Informationsmöglichkeiten.

Blick auf eine Infotafel mit Texten und Bildern zum Spielfilm „Münchhausen“

Im Rahmen der Ausstellung werden bekannte Schauspieler, Regisseure und Spielfilme aus der damaligen Zeit näher vorgestellt.

Kritischer Blick auf die Gegenwart

Die Ausstellung liefert über die historische Ebene hinaus Anstöße zur Reflexion über gegenwärtige Herausforderungen: Wie lassen wir uns heutzutage von Bildern leiten? Wo beginnt Manipulation? Welche Verantwortung tragen Menschen, die Filme und Medien produzieren – und wir, die sie täglich konsumieren?


Wichtige Infos zur Ausstellung im Schnell-Überblick

  •  Ort: Historisches Museum Bielefeld (Ravensberger Park 2, 33607 Bielefeld)
  •  Öffnungszeiten: dienstags bis freitags 10 bis 17 Uhr; samstags, sonntags und feiertags 11 bis 18 Uhr; montags geschlossen
  •  Tickets: Tickets können vor Ort oder im Online-Ticketshop erworben werden. Die Eintrittspreise*  können Sie online einsehen.
     


Noch ein Gedanke zum Schluss

Die STIFTUNG Sparda-Bank Hannover unterstützt dieses Projekt mit einer Fördersumme von 5.000 Euro. Wenn Ihnen die Arbeit der STIFTUNG Sparda-Bank Hannover gefällt, können Sie diese und damit Projekte in Ihrer Region auch direkt mit einer Spende unterstützen. Die Kontodetails im Überblick:

  •  Spendenkonto: STIFTUNG Sparda-Bank Hannover
  •  IBAN: DE83 2509 0500 0201 9221 65 BIC: GENODEF1S09



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Beitragsbilder: Stiftung Tri-Ergon Filmwerk / unikat.media

Datum: 20.05.2026