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Ein Mann in wohnlicher Atmosphäre beobachtet ein Holzfeuer in einem Kaminofen.

  

Kaminofen – Wohligkeit pur! 

Sie denken darüber nach, einen Kaminofen in Ihr Haus einzubauen? Hier erfahren Sie, worauf Sie baulich und rechtlich achten sollten – und erhalten einen Überblick über gängige Modelle.

Noch herrschen draußen sommerliche Temperaturen. Da mag man kaum daran denken, dass es irgendwann wieder kühler wird. Doch genau jetzt ist eine gute Zeit, sich Gedanken über die nächste Heizperiode zu machen. Eine Option zur Heizungsunterstützung ist der Einbau eines Kaminofens. Das lodernde Holzfeuer spendet nicht nur wohltuende Wärme, sondern trägt auch zu einer kuscheligen, gemütlichen Atmosphäre bei. Wer einen Neubau plant, kann die entsprechenden baulichen Aspekte von Anfang an mitdenken. Je nach Modell lassen sich Kaminöfen aber auch in Bestandsimmobilien gut nachrüsten. 

Unverzichtbar: den Schornsteinfeger einbinden

Ob Neubau oder Nachrüstung: In beiden Fällen sollten Sie sich frühzeitig fachkundig von Ihrem Bezirksschornsteinfeger beraten lassen. Denn dieser kennt alle gesetzlichen Anforderungen. Sowohl der Einbau als auch der laufende Betrieb eines Kaminofens müssen die Vorgaben der Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV) erfüllen. Hier sind zum Beispiel Brandschutzauflagen ein wichtiges Thema. Pflicht ist unter anderem eine feuerfeste Bodenplatte (üblicherweise aus Glas) rund um den Kaminofen. Sie schützt den Boden vor herausfallender Glut und mindert so die Brandgefahr.

Eine weitere Vorgabe betrifft den Abstand zu Gegenständen aus brennbaren Materialien, etwa Holzmöbel. Dieser etwa muss in der Regel mindestens 40 Zentimeter betragen. Wichtig ist zudem ein Blick auf den Schornstein: Denn dieser muss nicht nur technisch zum Kaminofenmodell passen, sondern auch korrekt positioniert sein. Beispielsweise muss die Schornsteinmündung vorhandene Fenster, Türen und Lüftungsöffnungen in einem Umkreis von 15 Metern um mindestens einen Meter überragen, damit die Abgase sicher abgeführt werden und Umwelt und Nachbarn nicht beeinträchtigen.

Gut zu wissen: Ist bereits ein Schornstein vorhanden, gilt es zu prüfen, ob dieser ohne Umbau genutzt werden kann. Das betrifft zum Beispiel das Material: Für feste Brennstoffe wie Holz und Pellets sind Abgasleitungen aus Kunststoff nicht zugelassen.

Ein Fachmann installiert ein Rohr für einen Kaminofen.
Ein professioneller Ofen- und Kaminbauer zählt neben dem Schornsteinfeger zu den wichtigsten Ansprechpartnern bei einem Kaminofenprojekt.

Einen Schornsteinfeger in Ihrer Nähe finden

Wie Sie sehen, gibt es eine ganze Menge zu beachten, bevor Sie die wohlige Wärme eines Kaminofens genießen können. Ihren bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger finden Sie auf der Website des Bundesverbands des Schornsteinfegerhandwerks über die Online-Suche*. Gemeinsam können Sie erörtern, was bei Ihnen bautechnisch möglich ist und wie Sie Ihr Vorhaben am besten realisieren.

Das passende Kaminofenmodell auswählen

Im Folgenden geben wir Ihnen zur ersten Orientierung einen kompakten Überblick über vier beliebte Kaminofenmodelle.

  • Drehbare Kaminöfen: Sie eignen sich besonders gut für offene Wohnraumkonzepte. Je nachdem, wo Sie sich gerade aufhalten, können Sie den Ofen drehen und so die Strahlungswärme optimal nutzen.
  • Raumluftunabhängige Kaminöfen: Üblicherweise wird das Kaminofenfeuer mit Luft aus dem Raum versorgt, in dem der Kaminofen steht. Bei raumluftunabhängigen Modellen hingegen wird das Feuer von außen über einen Luftkanal mit ausreichend Frischluft versorgt. Diese Art von Kaminofen ist empfehlenswert und wichtig für Häuser, die besonders gut gedämmt bzw. „dicht“ sind, und eine zentrale Lüftungsanlage haben.
  • Kaminöfen mit Wärmespeicher: Mithilfe eines sogenannten Magnetit-Speichermoduls wird die durch das Kaminofenfeuer erzeugte Wärme nach dem Erlöschen der Flammen noch für mehrere Stunden erhalten und langsam an den Raum abgegeben.
  • Wassergeführte Kaminöfen: Sie möchten Behaglichkeit mit Effizienz verbinden? Dann sollten Sie den Einbau eines wassergeführten Kaminofens erwägen. Dieser verfügt über eine sogenannte Wassertasche und kann an das Zentralheizungsnetz angeschlossen werden. Beim Heizen mit dem Kaminofen wird quasi nebenbei Wasser erwärmt und über einen Speicher in das Heizsystem eingespeist. So kann die Ofenwärme im ganzen Haus genutzt werden.

Wichtig: Achten Sie bei Ihrer Wahl unbedingt auf das sogenannte „CE-Zeichen“. Es bestätigt, dass der Kaminofen die EU-weiten Standards in puncto Sicherheit, Gesundheit und Umwelt erfüllt.

Ein Paar schaut sich im Fachgeschäft ein Kaminofenmodell an.
Die Auswahl an Kaminöfen ist groß. Das macht eine Beratung im Fachhandel umso wichtiger.

Lesetipps: Erhalten Sie noch mehr Infos zur Planung*. Lesen Sie zudem Wissenswertes zum richtigen Heizverhalten*. 

Extra-Tipp: Bestandsofen überprüfen

Sie haben bereits einen Kaminofen, der etwas in die Jahre gekommen ist? Dann lassen Sie – sofern nicht bereits geschehen – unbedingt vom Schornsteinfeger prüfen, ob Ihr Modell noch gesetzeskonform ist. Möglicherweise muss der Kaminofen nachgerüstet oder stillgelegt und durch ein neues emissionsarmes Modell ersetzt werden. Moderne Kaminöfen arbeiten dank technischer Weiterentwicklungen in der Regel effizienter und umweltfreundlicher als ältere Modelle.

Beitragsbilder: Adobe Stock (auremar), iStock (knape, LSOphoto)

28. Juli 2026

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