Sparda-Bank Hannover eG
Login Online-Banking
Ein Läufer mit neongelben Sportschuhen steht auf einer Startlinie mit der Zahl „2027“.

Auf die Plätze, fertig, los: die Neuerungen für 2027

2027 bringt eine Reihe von gesetzlichen Neuerungen mit sich. Wir blicken voraus, was schon feststeht oder derzeit noch in Planung ist.

Mehr Kindergeld

Das Kindergeld soll ab 2027 von derzeit 259 Euro monatlich je Kind auf 267 Euro steigen. Für das Jahr 2028 ist eine weitere Anpassung auf dann 272 Euro je Kind und Monat geplant. Eine weitere Neuerung: Eltern sollen in vielen Fällen nach der Geburt ihres Kindes keinen Kindergeldantrag mehr stellen müssen. Das bedeutet weniger Papierkram für frischgebackene Eltern. Laut dem Bundesfinanzministerium könnten so rund 300.000 Erstanträge pro Jahr entfallen.

 

Höhere Kinderfreibeträge

Die steuerlichen Kinderfreibeträge (bestehend aus dem Kinderfreibetrag und dem Freibetrag für Betreuungs-, Erziehungs- und Ausbildungsbedarf) sollen in zwei Stufen angehoben werden: von derzeit insgesamt 9.756 Euro im Jahr auf

  • 10.056 Euro im Jahr 2027 und
  • 10.236 Euro im Jahr 2028.

Wichtig zu wissen: Die Werte gelten jeweils für beide Eltern zusammen.

 

Höherer Grundfreibetrag

Für 2027 soll der Grundfreibetrag von derzeit 12.348 Euro auf 12.564 Euro im Jahr steigen. Für das darauffolgende Jahr ist eine weitere Anhebung auf dann 12.900 Euro geplant. Gut zu wissen: Ehepaaren steht jeweils der doppelte Betrag zur Verfügung.

 

Werbungskostenpauschale steigt

Der Arbeitnehmer-Pauschbetrag (die Werbungskostenpauschale) soll von derzeit 1.230 Euro auf 1.430 Euro pro Jahr angehoben werden.

 

Steuerbonus auf Handwerksleistungen wird gesenkt

Handwerkerleistungen innerhalb der eigenen vier Wände bleiben steuerlich absetzbar. Ab dem neuen Jahr sollen jedoch statt bislang 20 Prozent nur noch 15 Prozent von maximal 6.000 Euro Handwerkerkosten pro Jahr steuerlich geltend gemacht werden können. Die maximale Steuerersparnis liegt somit nur noch bei 900 Euro pro Jahr statt 1.200 Euro pro Jahr.

 

Neues Altersvorsorgedepot kommt

Zum 1. Januar 2027 wird das System der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge in Deutschland reformiert. Die Riester-Rente wird durch das neue Altersvorsorgedepot abgelöst. Ziel ist es, das Angebot an staatlich geförderten Produkten für die private Altersvorsorge zeitgemäß zu erweitern. Erfahren Sie mehr über das neue Altersvorsorgedepot.

Gut zu wissen: Bestehende Riester-Verträge genießen Bestandsschutz und können inklusive aller Förderungen weiter bespart werden.

 

Deutschlandticket wird teurer

Ab Januar 2027 kostet das Deutschlandticket 66,80 Euro pro Monat. Der aktuelle Preis liegt bei 63 Euro. Die neue krumme Summe kommt zustande, weil die Preisanpassung erstmals mit einer komplizierten Formel berechnet wurde, die unter anderem die Personalkosten der Verkehrsbetriebe einbezieht.

 

Strengere Regeln für E-Scooter

Ab Jahresbeginn gelten verschärfte Regeln für E-Scooter*. Sie sollen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen. Beispielsweise müssen die Roller künftig verpflichtend mit Blinkern ausgerüstet werden. Hintergrund der strengeren Regeln ist die steigende Anzahl von Unfällen: Die Polizei registrierte 2025 in Deutschland 16.496 E-Scooter-Unfälle mit Personenschaden – ein Anstieg von rund 39 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 

 

Höhere Zuzahlungen bei Medikamenten

Das sogenannte Beitragssatzstabilisierungsgesetz* bringt umfangreiche Änderungen in der gesetzlichen Krankenversicherung mit sich. So werden etwa künftig Kosten für homöopathische Arzneimittel nicht mehr erstattet. Und die Zuzahlungsbeiträge für Medikamente steigen auf bis zu 15 Euro.

 

Was darüber hinaus im Gespräch ist

  • Entlastung an der Tankstelle: Zum 1. Januar 2027 soll ein Spritpreisdeckel nach dem Vorbild Luxemburgs oder Belgiens eingeführt werden.
  • Änderungen beim Führerschein: Eine geplante Führerscheinreform soll dafür sorgen, dass die Fahrerlaubnis erschwinglicher wird. Zum Beispiel sollen Fahrschulen mehr digitalen Unterricht anbieten. Zudem sollen künftig weniger Sonderfahrten bei Dunkelheit oder auf Autobahnen erforderlich sein. Details lesen Sie zum Beispiel beim ADAC*.

Verbesserungen in der Pflege: Zum 1. Januar 2027 soll das Pflegeneuordnungsgesetz in Kraft treten. Die geplanten Änderungen sollen die finanziellen Herausforderungen der Pflegeversicherung abfedern. Einen kompakten Überblick finden Sie zum Beispiel auf dem Pflegeportal pflege.de*. 

#5 CO2 -Emissionen teurer

Aktuell liegt der CO2-Preis bei 55 Euro pro Tonne. Ab 2026 soll ein Korridor von 55 bis 65 Euro gelten, so die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online*. Ein Rechenbeispiel des ADAC* für Autofahrerinnen und -fahrer zeigt: Bei einem Mittelwert von 60 Euro pro Tonne würde im nächsten Jahr Benzin etwa 17 Cent und Diesel rund 19 Cent mehr pro Liter kosten als ohne die Abgabe.

 

#6 Grundfreibetrag höher

Der Grundfreibetrag soll das Existenzminimum sichern. Heißt: Wer arbeiten geht, soll am Ende des Monats so viel Geld steuerfrei zur Verfügung haben, um sich davon lebensnotwendige Dinge wie Miete und Lebensmittel leisten zu können. Der Grundfreibetrag liegt derzeit bei jährlich 12.096 Euro (Ehepaare: 24.192 Euro). Für 2026 ist eine Anhebung auf 12.348 Euro (24.696 Euro) geplant. Wissenswertes zum Grundfreibetrag* finden Sie zum Beispiel bei der Vereinigten Lohnsteuerhilfe.

Beitragsbild: iStock | Urheber: Tetiana Kitura

Datum: 28. Oktober 2026

*Sie werden auf eine Seite außerhalb des Verantwortungsbereiches der Sparda-Bank weitergeleitet. Für den Inhalt der vermittelten Seite haftet nicht die Sparda-Bank, sondern der Herausgeber dieser Webseite.